Musik an der Robert-Koch-Schule
An der Robert-Koch-Schule wirdMUSIKganz groß geschriebenund ist ein wesentlicher Bestandteil des Schulprofils.Von Klasse 1-7 erhält jede Klasse qualifizierten Musikunterricht von 2 qualifizierten Fachkräften. Schüler/innen der Klassen 8/9 haben die Möglichkeit, im Nachmittagskursangebot die „Oberstufenband" , geleitet von Herrn Bartels, zu wählen und/oder den Kurs „Pop Vocal Coaching" zu besuchen, den seit Jahren Susanne Reinhold mit viel Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen erfolgreich anbietet. |
Wie ist der Musikunterricht an der Robert-Koch-Schule organisiert?Die Robert-Koch-Schule ist eine von 60 ausgewählten Hamburger Schulen, die am Projekt JeKi (jedem Kind ein Instrument) im Bereich der Primarstufe teilnimmt. In der Förderschule wird den Lernrückständen und Entwicklungsverzögerungen unserer Schüler/innen insofern Rechnung getragen, dass sich das Projekt JeKi bis z.T. bis in Klasse 6 erstreckt. Dazu ist an der Schule ein spezieller Jeki-Raum eingerichtet und mit entsprechenden Instrumenten ausgestattet worden. In den entsprechenden Klassen findet jeweils eine Stunde pro Woche der Basismusikunterricht „Grundmusikalisierung" statt. Zusätzlich kommt im zweiten Jahr das sogenannte „Instrumentenkarussell" dazu, in dem die Schüler/innen in ganzheitlichen Einheiten praktische Erfahrung mit Tast-, Streich-, Blas- und Schlaginstrumenten sammeln. Dieser Unterricht wird von Frau Reimer erteilt, die jahrelange Erfahrung der elementaren Musikerziehung im (sonder-) pädagogischen Bereich gesammelt hat zusammen mit einem Tandemlehrer. Daran schließt sich 2 Jahre lang neben der Grundmusikalisierung der Instrumentalunterricht an, für den mit Herrn Pekeler eine qualifizierte Fachkraft des Musikkonservatoriums gewonnen werden konnte. Dieser Unterricht findet mit unseren Schüler/innen zur Verbesserung der Wahrnehmungs- und Motorikeinschränkungen schwerpunktmäßig an Rhythmusinstrumenten statt. |
| In Klasse 6 und 7 erhalten die Schüler/innen Musikunterricht in Klassenmusizieren mit dem Rock- und Popinstrumentarium meist in Halbgruppen von 6-8 Schüler/innen, um sowohl den Bedürfnissen der Schüler/innen als dem Equipment gerecht werden zu können. Dieser Unterricht wird von Herrn Bartels erteilt, der gleichzeitig die Musikfachleitung inne hat, und findet im großen Musikraum statt. Dieser ist eingerichtet mit einem großen Mischpult und entsprechender PA-Anlage, Schlagzeug, Keyboards, drei E-Gitarren sowie einem E-Bass mit entsprechenden Verstärkern, bis zu 6 Gesangsmikrophonen sowie unterstützenden Percussioninstrumenten aller Art. Für Rhythmusübungen stehen je ein Klassensatz Congas sowie von einem Schülerkurs selbst gebaute Cajons zur Verfügung. Eine kleine Lichtanlage über dem Bühnenbereich sorgt für Konzertatmosphäre schon in den Übephasen. Schüler/innen oder Kleingruppen, die einzelne Passagen in Ruhe üben wollen, können dies in einem kleinen Überaum tun, der mit Schlagzeug, 3 Keyboards sowie mit einem CD-Player bestückt ist. |
| Da Musik eine Kunstrichtung ist, die von der Aufführungspraxis lebt und Zuhörer/innen braucht, arbeiten wir an der Robert-Koch-Schule sehr produktorientiert. Das heißt, wir entwickeln das gemeinsame Musizieren hin zu einem Resultat, das jeweils auch öffentlich aufgeführt wird. Das gibt dem Unterricht ein Ziel, das die Schüler/innen gemeinsam als Gruppe meistern wollen. Die Aufführungen stärken zudem das Selbstbewusstsein der Schüler/innen, sich mit ihrem Können einer größeren Öffentlichkeit zu stellen. |
Wie finden die Konzerte an der Robert-Koch-Schule statt?Der Unterricht mündet stets am Ende des Halbjahres in ein Konzert in unserer großen und schönen Aula. |
| Vor Weihnachten findet jeweils ein Adventsfeier statt, an dem alle Jeki-Gruppen musikalisch auftreten sowie meist jüngere Klassen mit eher besinnlicher und weihnachtstypischer Musik. Auch das Kollegium gibt dazu mit einer Instrumentalband und dem Kolleg/innenchor einen musikalischen Beitrag. Ergänzt wird das musikalische Programm durch ein Krippenspiel, deutsch- und englischsprachigen Gedichten sowie von Schatten- und Puppenspiel der meist unteren Klassen. Die Adventsfeier wird gestaltet und organisiert von Frau Reimer. Im Anschluss an die Aufführung nehmen die Schüler/innen und Eltern die vielfältigen Bastelangebote wahr oder besuchen das Adventscafe. |
| Im Januar findet jeweils das große öffentliche Musikfest statt. Um die Konzertatmosphäre zu verstärken, ist es auf den frühen Abend verlegt. Das musikalische Spektrum liegt im Bereich Pock/Pop/Hip Hop. Die Leitung hat Herr Bartels, er wird dabei jedoch tatkräftig unterstützt von Herrn Pekeler, einem ausgewiesenem Profi im Bandmixing sowie vom gesamten Kollegium. Hier treten alle Musikgruppen der Klassen sowie der Nachmittagskurse auf. Schüler/innen des „Pop Vocal Coachings" zeigen einzeln und in Gruppen ihr erlerntes Können, Breakdance- und Hip Hop-Gruppen überschlagen sich auf der Bühne mit ihren akrobatischen Figuren, die Oberstufenband gibt meist schwierigere Stücke zum Besten. |
| Eine Besonderheit des Musikfestes ist, dass wir stets eine Gastgruppe außerhalb des Förderschulbereichs einladen. Damit wollen wir uns als Schule insgesamt öffnen und darstellen, dabei sowohl unseren Schüler/innen den Horizont für Schüler/innen anderer Schulen und sozialer Schichten öffnen als auch mögliche Vorurteile von Schülern anderer Schulformen unseren Schüler/innen gegenüber helfen abzubauen. Die Musik, die Authentizität der Aufführung, das Berühren und Mitreißen der Zuhörer/innen, der gegenseitige Respekt vor dem Können der anderen bringt unterschiedliche Menschen auf fast magische Weise nahe und toleriert, ja fördert ihre Unterschiedlichkeit, ohne die die Musik auf fade Weise gleichförmig wäre. Diese Erfahrung wird hier wechselseitig möglich. Gastgruppen in den letzten drei Jahren waren: Gitarrengruppe der Vicelin-Gemeinde Norderstedt-Glashütte, Schulband der Realschule Garstedt, Schulband „die heißen Reifen" der Schule für Körperbehinderte Hirtenweg. |
| Das Sommer-Musikfest findet jeweils am Ende des Schuljahres vormittags in der Aula statt, ist ebenfalls öffentlich und hat den gleichen Schwerpunkt wie das große Musikfest, jedoch ohne eine auswärtige Gastgruppe. Im Jahr 2010 fand es im Zusammenhang mit dem großen Schulfest statt, im Jahr 2011 muss es bedingt durch die Teilnahme von 4 Klassen an einer dreiwöchigen Kur auf Sylt im kleineren Rahmen vorgezogen im Musikraum stattfinden. |
Finden auch Auftritte außerhalb der Schule statt?Musikgruppen und –klassen der Robert-Koch-Schule treten seit vielen Jahren regelmäßig auf dem Musikfest „Ohrensausen" der Schule Pröbenweg auf, stellen sich dort der Öffentlichkeit und nehmen auf, was andere Schüler musikalisch produzieren. Das fördert und erweitert ihren musikalischen Horizont und stärkt sie in der Bedeutung des eigenen Musizierens. Im Jahre 2009 errang eine Klasse der Schule dabei den zweiten Platz im öffentlichen Wettbewerb der Schulen. |
| Herr Bartels ist Mitinitiator des vom LI unterstützten Arbeitskreises „Musik in Förderschulen". Neben Erfahrungsaustausch und gegenseitigem Coaching veranstaltet der Arbeitskreis jeweils im Sommer ein umseitig ausgetragenes Gemeinschaftskonzert Hamburger Förderschulen. Daran nehmen regelmäßig folgende Schulen teil: Schule Heidstücken, Schule Bindfeldweg, Pröbenweg, Carsten-Rehder-Straße und Robert-Koch-Schule. |
| Der Arbeitskreis stellt seine Konzerte regelmäßig in die vom Verband deutscher Schulmusik VdS" organisierte Reihe „Schulen musizieren" und macht sie so einer interessierten Öffentlichkeit öffentlich. Ein Höhepunkt auswärtigen Musizierens war folgender: Im Jahre 2007 fand ein bundesweites VdS-Konzerttreffen in Hamburg statt. Neben anderen Veranstaltungsorten war auf den Landungsbrücken eine 80-m2-Bühne vor der Rickmer-Rickmers aufgebaut, von einer Profibühnenfirma betreut. Am Tag der Hamburger Schulen bestritten 7 Hamburger Förderschulen gemeinsam ein zweistündiges Konzert, u.a. auch die Robert-Koch-Schule, und zeigten damit einer breiten Öffentlichkeit, wie kreativ und leistungsstark Hamburger Förderschüler im musikalischen Bereich sind. |
Wie ist die Aula der Robert-Koch-Schule ausgestattet?Die Aula der Robert-Koch-Schule hat nicht nur eine imposante Größe und besticht durch ihre einzigartige Atmosphäre, sondern wurde auch im Jahre 2008 mittels eines umfangreichen Sondermittelantrags durch Mittel der Behörde für Schule und Berufsbildung auf den erforderlichen technischen Stand gebracht, um Großveranstaltungen wie (Rock-) Musikkonzerte, Theateraufführungen und Tagungen/Präsentationen durchführen zu können. So wurden neue Vorhänge an den Fenstern angebracht, so dass sich die Aula auch bei Tage absolut abdunkeln lässt. Die Bühne ist mit neuen Vorder-, Hinterbühnenvorhängen und Gassen versehen, so dass verschiedene Auf- und Abgänge möglich sind. Die Lichtanlage ist mitsamt eines neuen Lichtpultes ergänzt und erneuert worden und leuchtet die große Bühne optimal aus. Eine Soundanlage mit in den Bühnenboden eingelassenen Subwoofern und einem großen transportablen Mischpult sorgt für satten und klaren Klang auch bei höheren Ansprüchen. Diverse Anschlussmöglichkeiten an Bühne und im Raum sorgen für Flexibilität. Ein lichtintensiver Beamer ist fest an der Decke installiert und wirft Filme und Bilder an die große Leinwand. Im Jahre 2010 wurde zudem der Parkettboden neu geschliffen, neue bequeme helle Stühle sorgen für Komfort und Stil. Mit anderen Worten: Die Aula ist ein idealer Ort u.a. für Musikfeste, wie sie in der Robert-Koch-Schule Tradition sind. |
| Juni 2011 Alois Bartels, Musiklehrer und Fachleitung Musik an der Robert-Koch-Schule |
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